12.09.2024
Es war nur ein kurzer Augenblick. Aber er hat mich gestern durch den restlichen Tag begleitet. Der Ort: Eine Gefängniszelle in der Justizvollzugsanstalt Hakenfelde. Ein schmales Zimmer. Kaum Platz für mehr als ein Bett, einen Schrank und das Waschbecken. Kahle Wände. Und Thomas sagt: „Die Zellentür kann nur von einer Seite verschlossen werden.“ Er hat bis vor vier Wochen hier gelebt. „Natürlich von außen.“ Gestern hat er uns Spandauer Pfarrerinnen und Pfarrern vom Alltag im Gefängnis erzählt. Vom Leben im „Offenen Vollzug“. Und er sagt: „Die Seelsorge hat mich gerettet.“ Gefängnisseelsorger wie Pfarrer Klaus Will, der sich hier im Ruhestand engagiert. „Seit 12 Jahren schon.“ Und ich denke an ein Jesuswort aus der Bibel: „Ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.“ Wer sich selber ein Bild machen will: Morgen findet von 12 bis 17 Uhr ein „Tag der Offenen Tür“ statt.
Direkt danach könnte es bei uns im Gemeindehaus an der Dorfkirche weiter gehen. Hier geht es ab 18 Uhr um unser Gemeindeprojekt Kinderhilfe „Benoite“. Ein Infoabend mit afrikanischer Musik und kulinarischen Köstlichkeiten.
Apropos: Bunt und fröhlich wird es auch am Sonntagvormittag in der Schilfdachkapelle. Mit einem Familiengottesdienst und der „Theatergruppe für Kinder“ von Sarah Dallimore-Laubvogel, die ein kurzes Anspiel aufführen wird. Darauf freue ich mich schon sehr!