21.02.2025
Das Buch ist schon vier Jahre alt. Es ist von Uwe Wittstock und heißt: „Februar 33“. Es erzählt aus der Sicht von Schriftstellern wie Thomas Mann oder Bertolt Brecht von der Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933. „Der Winter der Literatur“. Von Angst und Selbsttäuschung. Von Entschlossenheit und Resignation. „Packend und beängstigend“, fand das Sten Nadolny. Und ich kann nicht anders als zu überlegen: Welche Analogien gibt es zur Gegenwart? In unseren Tagen, in denen wir in Amerika in Echtzeit den Übergang von der Demokratie in eine Autokratie erleben. Entscheidende Zeiten. Und auch in Deutschland steht uns ein wichtiges Wochenende bevor. „Bitte wählen Sie Parteien, die sich für unsere Demokratie einsetzen“, sagt Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der EKD, über die Bundestagswahl am Sonntag.
Am Samstagabend versammeln wir uns in Kladow um 17 Uhr noch einmal auf dem Dorfplatz für Demokratie und Menschlichkeit.
Am Sonntag wird Vikar Jan-Niclas Bertram im Gottesdienst in der Schilfdachkapelle um 11 Uhr eine politische Predigt halten. Er wird von einem Besuch bei Prälatin Anne Gidion erzählen. Und von einer Begegnung mit Lukas Pellio, der als Pfarrer in Spremberg eine Regenbogenfahne auf dem Glockenturm gehisst hat. Ich bin als Besucher im Gottesdienst dabei. Und ich bin sehr gespannt. Finia Brandt leitet den Kindergottesdienst.