03.03.2025
Das Wochenende hat es wieder gezeigt. Die Worte von Erich Kästner sind zeitlos. „Sonne lag krank im Bett, sitzt nun am Ofen“, beginnt sein Gedicht über den März. „Liest, was gewesen ist, liest Katastrophen.“ Und nichts anderes als eine Katastrophe war das Streitgespräch im Oval Office am Freitagabend. Eine erneute Zeitenwende. Und für mich am Samstag auch der Grund, die Planung für den Sonntag über den Haufen und den Gottesdienst in einer tieferen Tonlage zu feiern.
Wie gut aber, dass es dennoch Anlass genug zum Fröhlichsein gab. Die Trauung von Jutta und Norbert Schön etwa, für die Vanessa Klein eine zweitstöckige Hochzeitstorte vorbereitet hatte. „So eine schöne Torte hatten wir zur standesamtlichen Hochzeit vor 50 Jahren nicht“, war Jutta Schön ganz berührt.
Danach ging es für Pfarrerin Merle Remler und mich gleich zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Hier präsentierte sich mit Superintendent Michael Raddatz der erste Kandidat für die neu zu besetzende Generalsuperintendentur in Berlin. Und auch hier ging es um die Ereignisse im Weißen Haus sowie um die biblische Geschichte der Schwestern Maria und Marta. Im Anschluss an den Vorstellungsgottesdienst hielt der 59-Jährige einen Vortrag zur Entwicklung der Kirche in Berlin und stellte sich den Fragen der Besuchenden und des Wahlkonventes.