30.08.2024
Vor ein paar Tagen habe ich mein erstes Taufgespräch nach dem Urlaub geführt. Mit Julia und Stefan Wohlfahrt, den Eltern von Ferdinand. Neun Monate ist er alt. „Friedvoller Beschützer“, laute eine Übersetzung seines Namens, erklärten mir die beiden. Und Ferdinand schaute dazu mit seinen großen Augen. „Einen Taufspruch haben wir auch.“ Einen Mutmachervers aus dem Buch Josua: „Der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.“
Schließlich sagte ich, dass wir eigentlich alles hätten. „Noch nicht so ganz“, zögerten die beiden. „Wir haben einen Täufling, aber keine Taufschale, oder?“ Stimmt. Seit dem Diebstahl im Sommer haben wir weder Tauf- noch Abendmahlsgeschirr. „Nicht so schlimm“, wollte ich gerade sagen und erklären, dass wir das Taufwasser auch in jede Suppenschüssel füllen könnten. Aber die beiden hatten einen Vorschlag. „Wir würden eine Taufschale spenden.“ Da fehlten mir die Worte. Zusammen mit den Spenden, die seit dem Diebstahl abgegeben worden sind, reicht es sogar noch für eine Taufkanne. Ein komplettes Taufgeschirr. Gemeinsam haben wir alles ausgesucht.
Und nun können wir es bei Ferdinands Taufe am Sonntag in der Schilfdachkapelle um 11 Uhr einweihen. Dazu wird der Chor „Magic of Gospel“ unter der Leitung von Werner Eckel singen. Jessica und Michael Bretschneider erhalten einen Ehesegen. Und Kindergottesdienst gibt es natürlich auch.