02.01.2025
Am Anfang des Jahres braucht niemand mehr einen Rückblick auf das alte Jahr. Auch ich nicht. Das habe ich zumindest gedacht, als ich heute früh am Morgen ins Büro gekommen bin. Doch was hat mich dort erwartet? Ein Schreibtisch, der selber wie ein eigener Jahresrückblick aussah. Nein, was für ein Durcheinander! Und ich fürchte, mein Seufzer war durchs ganze Gemeindehaus bis zur Kita zu hören. Aber nun: Weg mit dem alten Kram! Und den Blick lieber nach vorne richten. Auf den kommenden Sonntag zum Beispiel. Auf den ersten Gottesdienst des neuen Jahres. Hier soll es noch einmal richtig knallen. Also im übertragenen Sinne. Wir beginnen mit Wunderkerzen im Großformat zu Dietrich Bonhoeffers „Von guten Mächten“. Nach dem Gottesdienst gibt es einen Sekt- und Saftempfang. Und dazwischen hören wir auf Erich Kästners Worte: „Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege/ Und ist doch hunderttausend Jahre alt/ Es träumt von Frieden/ Oder träumt’s vom Kriege?“ Vor uns liegt ein langes Jahr, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll Zuspruch und Zumutung. Wie es wohl werden wird? Wir wissen es nicht. Aber am Sonntag, 5. Januar, können wir in der Schilfdachkapelle um 11 Uhr um Gottes Segen bitten für alles, was kommt.